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Tage vor der Wahl anderes zu thun haben muß, als einen armen Einſiedler wie mich zu beſuchen.“
„Monſeigneur,“ ſagte der Graf lebhaft, da er ſah, daß ihn dieſe heuchleriſche Comödie zu weit führen könnte,„die Frau Marquiſe Tournelle hatte die Freundlichkeit mir mitzutheilen, daß ich, was mich ſehr überraſchte und bekümmerte, allen Credit bei Ihnen verloren.“
„Die Frau Marquiſe von la Tournelle ging vielleicht etwas zu weit, als ſie ſagte: allen Credit,“ warf der Abbé ein.
„Sie wollen damit ſagen, Monſeigneur, daß wenig fehlt.“
„Ich geſtehe, Herr Graf,“ antwortete der Abbé, die Stirne mit einem ſchmerzlichen Ausdrucke run⸗ zelnd und die Augen zum Himmel erhebend, als wenn er auf den Sünder, der vor ihm ſaß, die ganze göttliche Barmherzigkeit herabrufen wollte,„ich ge⸗ ſtehe, daß in dem Augenblicke, wo Seine Majeſtät mich um meine offene Meinung über Ihre Wieder⸗ erwählung und Ihren Eintritt in's Miniſterium be⸗ fragte, ich geſtehe.. daß ich, ohne alles zu ſagen, was ich dachte, mich gezwungen fühlte, den König zu bitten, ſich die Sache zu überlegen und nicht einen Entſchluß zu faſſen, ehe ich zuvor mit Ihnen geſprochen.“
„Ich bin auch nur zu dem einen Zwecke hier, Monſeigneur,“ ſagte der künftige Deputirte ziemlich trocken.
„Nun gut.. ſo laſſen Sie uns plaudern, Herr Graf.“
„Was haben Sie mir vorzuwerfen, Monſeig⸗


