Teil eines Werkes 
6. Bd. (1858)
Entstehung
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„Und jetzt, Bordier, wollen wir den Tod Crou⸗ pettes zu rächen ſuchen, nicht wahr?“

XCVI.

Wo gezeigt iſt, daß zwei Auguren ſich nicht anſehen können, ohne zu lachen.

Graf Rappt kam raſch nach der Rue St. Guil⸗ laume, wo das Hötel lag, das Monſeigneur Coletti inne hatte.

Monſeigneur bewohnte einen Pavillon zwiſchen Hof und Garten. Es gab nichts Reizenderes als dieſe Wohnung; es war das ächte Reſt für einen Poeten, Liebenden oder Abbé, offen da liegend für die Mittagsſonne und hermetiſch verſchloſſen für die grauſomen Nordwinde.

Das Innere dieſes Pavillons verrieth auf den erſten Blick die raffinirte Sinnlichkeit der heiligen Perſon, die ihn bewohnte. Eine laue, balſamiſche, wollüſtige Luft umfing den Eintretenden, und ein Menſch, den man mit verbundenen Augen dahin gebracht, hätte, wenn er nur den Duft der Athmos⸗ phäre eingeathmet, ſich in einem jener geheimnißvollen berauſchenden Boudoirs glauben müſſen, wo die Beaus des Directoriums ihre Hohenlieder ſangen und ihren Weihrauch verbrannten.

Ein Diener, halb Huiſſier, halb Geiſtlicher, führte den Grafen Rappt in einen kleinen, halb erleuchteten oder vielmehr halb dunkeln Salon, durch den man in das Empfangszimmer kam.

„Seine Eminenz iſt in dieſem Augenblicke ſehr