Teil eines Werkes 
6. Bd. (1858)
Entstehung
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zugeworfen, als ſie mich verließen... Aber, wann haben ſie mich verlaſſen, Frau Marquiſe; wiſſen Sie, daß ſie ſeit mehr als einer Stunde hier waren? Wiſſen Sie, daß ſie dieſe Stunde damit zugebracht, abwechſelnd mir zu ſchmeicheln und mir zu drohen? Wiſſen Sie, daß ich dem Einen eine Pfarrei mit fünf bis ſechstauſend Franken, dem Andern die Ausmalung einer Kirche verſprochen; und nun, nachdem ich ihre Habgier geſättigt, ſoll ich ihren Haß erndten müſſen? H! meiner Treue, ſo wenig reizbar ich bin, das Herz hat ſich mir zuletzt vor Widerwillen umgedreht, und wenn ſie nicht ſelbſt ge⸗ gangen wären, ich glaube, Gott verzeihe mir, ich hätte ſie vor die Thüre geſetzt.“

„Und Sie hätten ſehr großes Unrecht gehabt; Abbé Bouquemont iſt der Vertraute des Monſeigneur Coletti, der mir bereits ſehr ſchlecht auf Sie zu ſprechen ſcheint.“

„Ah! da ſind wir bei dem rechten Thema, es iſt Zeit. Was ſagen Sie mir da, MWonſeigneur Co⸗ letti ſollte ſchlecht auf mich zu ſprechen ſein?“

„Sehr ſchlecht.“

„Sie haben ihn alſo geſprochen?“

„Haben Sie mich nicht darum gebeten?“

„Gewiß, denn dieſer Beſuch iſt ja gerade die

wichtige Sache, von der ich mit Ihnen ſprechen wollte.“ „Es muß Ihnen Jemand bei dem geſchadet haben, mein lieber Graf.“

„Nur keine Umſchweife, Marquiſe; erklären wir uns. Sie lieben mich von ganzem Herzen, nicht wahr?“