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„Ah! das iſt wahr, ich vergaß, daß es Ihre Freunde ſind.“
„Und ich habe für die Frömmigkeit des Einen die tiefſte Bewunderung und für das Talent des Andern die herzlichſte Sympathie.“
„Wohl, ich mache Ihnen mein aufrichtigſtes Compliment, Marquiſe,“ ſagte der Graf, indem er ſich die Stirne trocknete:„Ihre Sympathie und Ihre Bewunderung ſind gut angebracht. Ich habe eine große Anzahl von Schuften kennen gelernt, ſeit ich im öffentlichen Amte bin; aber zum erſten Male in meiner ganzen Carrière habe ich Intrikanten von dieſem Kaliber getroffen. O! die Kirche wählt ihre Leviten gut. Es ſetzt mich nicht in Erſtaunen, daß ſie ſo unpopulär iſt.“
„Mein Herr,“ rief die Marquiſe heftig erzürnt, „Sie blasphemiren.“
„Sie haben Recht; wir wollen nicht mehr von ihnen ſprechen; laſſen Sie uns zu etwas Anderem kommen.“
Dann wandte er ſich an ſeinen Secretär und ſagte, indem er wieder auf den Weg zu kommen ſuchte, den er eben verloren hatte:
„Bordier, ich habe mit meiner lieben Tante eine
Sache von höchſter Wichtigkeit zu beſprechen. Es iſt mir deßhalb unmöglich, weitere Beſuche zu empfan⸗ gen. Gehen Sie in das Vorzimmer, und ſchicken Sie mit Ausnahme von zwei bis drei Perſonen, deren Auswahl ich Ihrem Scharfblick überlaſſe, die Uebrigen weg. Auf Ehre, ich bin ganz gebrochen von Anſtrengung.“


