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„Wie! Sie kennen die Frau Marquiſe?“ ſagte Graf Rappt, der näher getreten war, um Frau von la Tournelle zu unterſtützen und zurücktrat, als er ſie in den Armen eines Freundes ſah.
Nichts in der Welt konnte ihm mehr Schrecken verurſachen, als zu ſehen, daß Frau von la Tour⸗ nelle die Freundin eines ſo giftigen Menſchen, wie der Abbé ſei.
Er kannte die Leichtfertigkeit der Marquiſe und bisweilen in der Nacht fuhr er von Schweiß bedeckt auf, wenn er daran dachte, daß ſeine Geheimniſſe in den Händen einer Frau ſeien, die ihn von gan⸗ zem Herzen liebte, die ihn jedoch wie der Bär des Lafontaine, eines Tages zermalmen konnte, indem ſie ihm, um eine Mücke zu verſcheuchen, eines ſei⸗ ner Geheimniſſe an den Kopf warf.
Wenn die Marquiſe die Freundin der beiden Brüder war, ſo kannte er die Marquiſe zu gut, um zu wiſſen, daß ſie, ſtatt eine Stütze für ihn zu ſein, eine Stütze für die Männer der Kirche ſein werde.
Er wurde deßhalb immer beſtürzter, als Abbé Bouquemont auf die Worte:„Wie, Sie kennen die Marquiſe?“ die ihm beinahe unwillkürlich entſchlüpft waren, die Frage des Grafen bezüglich des Herrn von Saint Herem parodirend, antwortete:
„Ich wäre nicht würdig, zu leben, wenn ich nicht eine der frömmſten Perſonen von Paris kennte!“
Der Graf ſah, daß er in Bezug auf dieſe Be⸗ kanntſchaft einen Entſchluß faſſen müſſe, und auf die Marquiſe zutretend, die aus Gewohnheit in ihrem
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