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Der Abbé zog aus ſeiner Taſche, gerade wie es der Apotheker gemacht, ein vierfach gefaltetes Pa⸗ pier und ſagte, indem er es Herrn Rappt darbot:
„Sehen Sie hier eine von zwölf der bedeutend⸗ ſten Aerzte des Quartiers unterzeichnete Petition, welche beweist, daß die von dieſem Giftmiſcher ver⸗ kauften Medicamente nicht mit der in ſolchen Dingen nöthigen Vorſicht präparirt ſind; ſo daß einige von dieſen Droguen unzweifelhaft den Tod herbeigeführt haben.“
„Tod und Teufel, das iſt ja furchtbar!“ ſagte Herr Rappt,„geben Sie mir dieſe Petition, meine Herren und glauben Sie mir, daß ich guten Ge⸗ brauch von derſelben machen werde.“
„Das Geringſte, was man für einen ſolchen Menſchen reclamiren kann, Herr Graf, da es nicht möglich iſt, ihn in ein Gefängniß von Rochefort oder Breſt zu bringen, iſt wenigſtens eine Zelle in Bicetre.“
„O! Herr Abbé, welch großes Beiſpiel chriſtli⸗ cher Liebe ſind Sie!“ ſagte der Graf,„Sie wollen die Reue, nicht den Tod des Sünders.“
„Herr Graf,“ ſagte der Abbé, ſich verbeugend, „ich arbeite ſeit langer Zeit mit Hilfe von Nach⸗ forſchungen, die ich mit großer Mühe anſtellte, an Ihrer Biographie. Ich wartete nur noch eine Un⸗ terredung ab, wie die, welche wir eben hatten, um ſie erſcheinen zu laſſen. Ich werde ſie in der näch⸗ ſten Nummer der Hermine ankündigen. Ich habe noch einen weitern Zug zu Ihrer Charakteriſtik, die Liebe zur Humanität, hinzuzufügen.“
„Herr Graf,“ fügte Kavier hinzu,„ich werde


