Teil eines Werkes 
6. Bd. (1858)
Entstehung
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„Ich befehle mich Ihren Bitten wie denen Ihres würdigen Pfarrers,“ ſagte Graf Rappt, indem er ſich zum zweiten Male erhob.„Sehen Sie ſich an, als wenn Sie die Pfarrei ſchon hätten.“

Die beiden Brüder machten daſſelbe Manöver, das ſie ſchon einmal gemacht.

Sie gingen, gefolgt von dem Candidaten, der es für ſeine Pflicht hielt, ſie zu begleiten, nach der als der Abbé ſich plötzlich umwandte und agte:

„Apropos, Herr Graf, ich vergaß

„Was, Herr Abbé?“

„Es iſt kürzlich in meiner Pfarrei Saint⸗Mandé,“ antwortete der Abbé in einem Tone voll Zerknir⸗ ſchung,„einer der ehrenwertheſten Männer der Chri⸗ ſtenheit Frankreichs, ein Mann von unerſchöpflicher Wohlthätigkeit, die ſich nie verleugnete, und von aufgeklärter Frömmigkeit geſtorben; der Namen dieſer heiligen Perſon iſt gewiß bis zu Ihnen ge⸗ drungen.“

„Wie heißt er?“ fragte der Graf, der vergeblich ſuchte, wo hinaus der Abbé wollte und welch' einen Tribut er ihm aufzuerlegen gedachte.

„Es war der Stiftsamtmann Gourdon de Saint⸗ Herem.“

„O! ja, Sulpice! Du haſt Recht,“ unterbrach ihn Lavier.„Ja, der Mann war ein ächter Chriſt!“

„Ich wäre unwürdig zu leben,“ ſagte Herr Rappt,„wenn ich den Namen dieſes frommen Man⸗ nes nicht kennte.“

„Nun gut,“ ſagte der Abbé,„der arme würdige Mann iſt geſtorben, indem er eine unwürdige Fa⸗

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