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Graf, was Sie zu thun haben. Ich ſchreibe Ihnen nichts vor, ich auferlege Ihnen nichts; ich überlaſſe alles Ihrem edeln Herzen. Ach! wir gehören nicht zu den Leuten, welche zu einem Candidaten kommen und ſagen:„Wir ſind Beſitzer und Redakteure eines Journals; Sie brauchen die Unterſtützung unſeres Blattes, bezahlen Sie. Wir wollen den Preis des Dienſtes voraus beſtimmen und wir werden Ihnen dieſen Dienſt erweiſen.“ Nein, Herr Graf, nein, Gott ſei Dank! wir gehören nicht zu dieſen Leuten.“
„Kann es ſolche Menſchen geben, mein Bruder?“ fragte der Abbé.
„Leider, ja, Herr Abbé, ſie exiſtiren,“ ſagte Graf Rappt.„Aber wie Ihr Bruder ſagt, Sie gehören nicht zu dieſen Leuten. Ich werde mich mit Ihrer Angelegenheit beſchäftigen, Herr Abbé. Ich werde den Cultminiſter ſprechen und wir wollen ſu⸗ chen, Ihre armſeligen Einkünfte wenigſtens auf das Doppelte zu erhöhen.“
„Mein Gott, Sie wiſſen, Herr Graf,“ ſagte der Abbé,„wenn man mal am Bitten iſt, muß man auch etwas bitten, was der Mühe lohnt. Der Miniſter, welcher Ihnen nichts abſchlagen kann, weil Sie als Deputirter ihn in der Hand haben, wird Ihnen eben ſo gut eine Pfarrei von ſechstauſend Franken bewilligen, als eine von drei. Es iſt nicht für mich, mein Gott, denn ich lebe von Waſſer und Brod; aber meine Armen oder vielmehr die Armen des lieben Got⸗ tes!“ fügte der Abbé, mit dem Blick zum Himmel, hinzu:„die Armen werden Sie ſegnen, und werden, durch mich belehrt, woher die Wohlthat kommt, für Sie beten.“
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