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Ehre, auf die ich ſtolz bin, haben die Güte, einige Freundſchaft für mich zu hegen und ich habe nicht nöthig, Ihnen zu ſagen, Herr Pavier, daß ich glück⸗ lich ſein würde, wenn ich Sie unter dieſe zählen dürfte.“
„Nun, Favier,“ machte der Abbs mit gerührtem Tone, indem er mit der Hand über die Augen fuhr, wie um eine Thräne zu trocknen,„nun, Fa⸗ vier, was ſagte ich Dir? Habe ich die Verdienſte dieſes unvergleichlichen Mannes übertrieben?“
„Mein Herr!“ ſagte Graf Rappt, als käme er über ein ſolches Lob in Verlegenheit.
„Unvergleichlich! ich habe mich nicht verſprochen und ich erkläre, daß ich nicht wüßte, wie ich Ihnen danken ſollte, wenn Sie für Lavier den Auftrag von ſechs Fresken erwirkten, mit denen wir die Wände unſerer armen Kirche ſchmücken wollen.“
„Ach! mein Bruder, Du gehſt zu weit! Du weißt wohl, daß ich bei der Krankheit unſerer armen
utter ein Gelübde gethan, dieſe Fresken zu ma⸗ len und daß Du ſie, ob ſie bezahlt werden oder nicht, ſicher bekömmſt.“
„Gewiß; aber dieſes Gelübde geht über Deine Kräfte, Unglücklicher! und Du wirſt Hungers ſter⸗ ben, wenn Du es erfüllſt; denn ich, Herr Graf, habe nichts, als meine Pfarrei, deren Einkommen meinen armen Beichtkindern gehört; und Du, La⸗ vier, haſt nichts als Deinen Pinſel.“
„Du täuſcheſt Dich, mein Bruder, ich habe den Glauben,“ ſagte der Maler, den Blick zum Himmel erhebend.
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