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ich ihm nicht immer auf den Ferſen wäre, um ihn anzuſpornen, er würde keinen Schritt vorwärts kom⸗ men. Glauben Sie wohl, zum Beiſpiel, daß er ſich energiſch weigerte, Ihnen mit mir einen Beſuch ab⸗ zuſtatten, unter dem Vorwande, Sie um einen klei⸗ nen Dienſt zu bitten.“
„Wirklich, mein Herr?“ ſagte Graf Rappt, er⸗ ſtaunt über die unverſchämte Frechheit des Geiſt⸗ lichen.
„Nicht wahr, Favier; nun, ſei offen, Tavier; nicht wahr, Du weigerteſt Dich, zu kommen?“
„Allerdings,“ antwortete der Maler, den Blick zu Boden geſenkt.
„Ich wiederholte ihm umſonſt, daß Sie einer der ausgezeichnetſten Offiziere der jetzigen Zeit, einer der größten Staatsmänner Europas, einer der einſichtsvollſten Beſchützer der Künſte in Frank⸗ reich ſeien; ſeine verwünſchte Schüchternheit, ſeine troſtloſe Empfindlichkeit wollten nichts davon wiſſen, und ich wiederhole Ihnen, ich war beinahe gezmun⸗ gen, Gewalt zu brauchen, um ihn hierher zu bringen.“
„Leider, meine Herren,“ ſagte Graf Rappt, ent⸗ ſchloſſen, die Heuchelei mit ihnen bis aufs Aeußerſte zu treiben,„habe ich nicht die Ehre, Künſtler zu ſein und das iſt ein tiefer Kummer für mich. Was iſt der kriegeriſche Ruhm, was iſt das politiſche An⸗ ſehen neben der unſterblichen Krone, welche Gott um die Stirne Raphaels und Michel Angelos ſchlingt? Aber wenn ich auch dieſen Ruhm nicht habe, ſo habe ich wenigſtens das Glück, in naher Beziehung zu den berühmteſten Künſtlern Europas zu ſtehen. Einige von ihnen ſogar, und das iſt eine


