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laube ich mir, Ihnen meinen Bruder vorzuſtellen, Herr Graf.“
Und, indem er ſeinen Bruder vorführte, ſetzte er hinzu:
„Herr Favier Bouquemont.“
„Maler von großem Talente,“ ſagte Graf Rappt, mit ſeinem liebenswürdigſten Lächeln.
„Wie! Sie kennen auch meinen Bruder?“ fragte der Abbé erſtaunt.
„Ich habe die Ehre, von Ihnen gekannt zu ſein, Herr Graf?“ ſagte Herr Favier Bouquemont halblaut und in einem widerlichen Fiſteltone.
„Ich kenne Sie, wie ganz Paris, mein junger Meiſter,“ antwortete Herr Rappt;„dem Rufe nach. Wer kennt die berühmten Maler nicht?“
„Nicht die Berühmtheit iſt's, der mein Bruder nachſtrebt,“ ſagte der Abbé Bouquemont, indem er die Hände demüthig in einander legte und die Augen zu Boden ſenkte.„Was iſt die Berühmt⸗ heit? Das eitle Vergnügen, von denen gekannt zu ſein, die Sie nicht kennen. Nein, Herr Graf, mein Bruder hat den Glauben. Nicht wahr, Du haſt den Glauben, Favier? Mein Bruder kennt nur die große Kunſt der chriſtlichen Maler des 14. und 15. Jahrhunderts.“
„Ich thue alles, was ich kann, Herr Graf,“ ſagte der Maler mit heuchleriſchem Tone;„aber ich geſtehe, daß ich niemals gehofft, mein armer Ruf würde bis zu Ihnen dringen.“
„Hören Sie ihn nicht an, Herr Graf,“ beeilte ſich der Abbé hinzuzufügenz;„er iſt von einer empö⸗ renden Schüchternheit und Beſcheidenheit, und wenn


