Teil eines Werkes 
6. Bd. (1858)
Entstehung
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„Hier iſt die letzte Nummer.“

Herr Rappt warf einen Blick auf die Broſchüre, vergewiſſerte ſich, daß ſie aufgeſchnitten war, und bot ſie dem Herrn Abbé Bouquemont hin.

Dieſer aber wies ſie mit der Hand ab und ſagte:

„Gott behüte mich, an Ihren Worten zu zwei⸗ feln, Herr Graf.“

Im Grunde ſeines Herzens hatte er aber ſehr gezweifelt.

„Teufel!“ ſagte er bei Seite,„wir müſſen auf der Hut ſein, wir haben es mit ſchlauen Leuten zu thun. Wenn der Mann ein Exemplar einer Revue hat, die noch nicht mal ausgegeben iſt, muß er ſchon ein ganz verſchlagener Patron ſein. Wir wollen uns tüchtig zuſammen nehmen!“

„Ihr Name,“ fuhr Herr Rappt fort,„wird, wenn er es noch nicht ſein ſollte, ſicher ba'd einer der berühmteſten in der„kämpfenden Preſſe“ ſein. In Beziehung auf ſcharfe Polemik kenne ich wenige Publiciſten, die eine ſolche Höhe zu er limmen be⸗ ſtimmt ſind. Wenn alle Kämpen der guten Sache ſo tapfer wären, als Sie, Herr Abbé, ſo müßte mich alles täuſchen, wenn wir noch lange zu kämpfen hätten.“

„Wirklich, mit Generalen, wie Sie, Oberſt,“ antwortete der Abbs im gleichen Tone,„ſcheint mir der Sieg leicht; das ſagten wir noch dieſen Mor⸗ gen, mein Bruder und ich, als wir die Stelle in Ihrem Circulär laſen, wo Sie daran erinnern, daß alle Mittel gut ſeien, wenn es gilt, die Feinde der Kirche niederzuwerfen. Bei dieſer Gelegenheit er⸗