Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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„Dank, tauſendmal Dank, mein Pathe: ſie iſt verheirathet.“

„Wie, Unglücklicher, Du liebſt eine verheirathete Frau! und die Moral?“

„Mein lieber Pathe, die Umſtände erlauben, daß ich ſie, obgleich ſie verheirathet iſt, liebe, ohne daß die Moral dadurch im mindeſten verletzt würde.“

„Nun, nun, Du wirſt mir dieſen Roman er⸗ zählen. Nein, wir wollen nicht weiter davon ſpre⸗ chen; behalte Dein Geheimniß, mein Junge; Du wirſt es mir erzählen, wenn wir uns beſſer kennen und Du wirſt vielleicht Deine Zeit nicht ganz ver⸗ loren haben; ich bin ein Mann von Ritteln, geh! wir alten Meerwölfe, wir haben Zeit, um Kriegs⸗ liſt aller Art zu ſtudiren; ich könnte Dir bei Ge⸗ legenheit nützlich ſein; vorläufig ſtille davon:„Es iſt leichter ganz zu ſchweigen, als nicht zu ſprechen anzufangen, wenn man den Mund geöffnet hat, wie es in der Naochfolge Chriſti, Buch 1, Cap. XX heißt.“

Dieſe Citation mußte Petrus, der ſich eben er⸗ hoben, wieder zurückwerfen.

Dieſer Pathe Pierre war ein Born von Weis⸗ heit und wenn der berühmte„ſprechende Brunnen wirklich geſprochen, hätte er gewiß nicht beſſer ge⸗ ſprochen als der Capitän Berthaud de Monte⸗Hauban.

Er ſprach von allem, ſah alles, wußte alles wie der Einſiedler: Aſtronomie und Gaſtronomie, Malerei und Medicin, Philoſophie und Literatur; er beſaß univerſelle Kenntniſſe und man konnte vermuthen, daß er noch mehr Dinge verſchwieg, als von denen er ſprach.

Fi

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