Teil eines Werkes 
4. Bd. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

224

In der Dunkelheit fürchtete Herr Gérard hinter ſich gehen zu hören, ohne zu wiſſen, was ging.

Er fürchtete ſich an ſeiner Redingote gepackt zu fühlen, ohne zu wiſſen, wer ihn packte.

Er fürchtete, bei der Krümmung des Corridors ſich plötzlich einem Geſpenſt gegenüberzuſehen, einem Kinder⸗ oder Frauengeſpenſt.

Waren in dieſem Hauſe nicht zwei oder vielleicht drei Mordthaten geſchehen?

Deßhalb ließ Herr Gérard ein Licht angezündet.

Er konnte durch zwei Thüren hinausgehen: die Thüre des Perrons und die Thüre des Speiſekellers.

Als er in das Veſtibule kam, zögerte er.

Gegenüber von dem Perron war der Teich, der furchtbare Teich!

Ehe er an die Thüre des Speiſekellers kommen konnte, mußte er durch den gewölbten Keller gehen,

wo Orſola erdroſſelt worden war.

Herr Gérard erinnerte ſich der Blutflecken auf den Steinplatten.

Er zog es jedoch vor, durch den Speiſekeller hinauszugehen; er war nicht umſonſt in dieſer Stim⸗ mung.

Er hielt das Licht in der einen Hand, nahm den Spaten mit der ondern, ſtieg die Treppe links, ging durch die Küche, zögerte einen Augenblick, ehe er die Thüre zum Speiſekeller aufſtieß, und ſchüttelte den Kopf, daß der Schweiß herabtroff, denn da ſeine beiden Hände beſchäftigt waren, konnte er ſich die Stirne nicht abtrocknen. Endlich ſtieß er mit dem Fuße die Thüre des