Teil eines Werkes 
4. Bd. (1856)
Entstehung
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Thereſe ſtieß einen Freudenſchrei aus und warf ſich Pierre in die Arme.

Sie hatte ihn drei Jahre nicht geſehen. Thereſe hatte ſeine Rückkehr nach St. Malo und ſodann ſeine Abreiſe nach Paris an demſelben Tage erfahren.

Jede Andere als Thereſe wäre in Verzweiflung geweſen und hätte ſich gefragt, welche wichtige An⸗ gelegenheit bei ihrem Geliebten das Verlangen, ſie wieder zu ſehen, überwiegen könne, doch dem Worte von Pierre vertrauend kniete ſie in Notre⸗Dame in Plancoét nieder, und begnügte ſich damit, daß ſie Gott für ſeine Rückkehr dankte, ohne daß es ihr ein⸗ fiel, Rechenſchaft über die darauf gefolgte unerwartete Abreiſe zu verlangen.

In der That, wie geſagt, in Paris eine Stunde vor ſeiner Audienz angelangt, war Pierre Herbel eine Stunde nach derſelben wieder abgereiſt.. Seine Abweſenheit dauerte alſo nur ſechs Tage. Dieſe ſechs Tage ſchienen Thereſe allerdings ſechs

Jahrhunderte.

Als ſie ihren Geliebten erblickte, war auch die Bewegung, welche ſie in ſeine Arme trieb, ſehr raſch, und der Schrei, der ihrem Munde oder vielmehr ihrem Herzen entſchlüpfte, ſehr freudig.

Ah! fragte Pierre Herbel, nachdem er von den Wangen Thereſenszwei gute, ganz mit Thränen gefüllte, Küſſe genommen hatte;wann die Hochzeit, Thereſe?

Wann Du willſt, antwortete dieſe;ich bin ſeit ſieben Jahren bereit, und unſer Aufgebot iſt ſeit drei Jahren angeſchlagen.

Wir haben alſo nur den Maire und den Pfar⸗ rer in Kenntniß zu ſetzen?