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bewilligen Sie einem ſeiner Diener die Gnade, um die er Sie bittet!“
„Nun wohl, ja, mein Herr, ich werde ſie ihm vielleicht bewilligen, doch vor Allem unter einer Be⸗ dingung: daß der Verurtheilte nicht der Juſtiz trotzt. Er reiche ſein Caſſationsgeſuch ein, und ich werde ſehen, ob er außer den drei Tagen Friſt, die ihm das Geſetz bewilligt, die vierzig Tage Aufſchub bekommen ſoll, die ihm meine Gnade gewähren wird.“
„Es iſt mit dreiundvierzig Tagen nicht genug, Sire, erwiederte Dominique entſchloſſen;„ich brauche fünfzig.“
„Fünfzig, mein Herr, und wozu?“
„Um eine lange, mühſame Reiſe zu machen, Sire; um eine Audienz zu erhalten, die ich vielleicht nur ſchwer erlangen werde; um endlich einen Mann zu überzeugen, der, wie Sie, Sire, vielleicht nicht wird überzeugt ſein wollen.“
„Sie machen eine lange Reiſe?“
„Eine Reiſe von dreihundert fünfzig Meilen, Sire!“
„Und Sie machen ſie zu Fuße?“
„Ich mache ſie zu Fuße, ja, Sire.“
„Warum zu Fuße? Sprechen Sie!“
„Weil ſo die Pilger reiſen, welche eine höchſte Gnade von Gott zu erbitten haben.“
„Wenn ich aber die Reiſekoſten tragen würde, wenn ich Ihnen das nöthige Geld gäbe.. 2“
„Sire, Eure Majeſtät bewahre das Geld, das ſie mir geben würde, für ein frommes Almoſen. Ich habe ein Gelübde gethan, zu Fuße und zwar barfuß zu gehen, ich werde zu Fuße und barfuß gehen.“ X


