Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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„Was verlangen Sie denn?“

„Sire, ich bitte Eure Majeſtät um einen Auf⸗ ſchub.“

„Um einen Aufſchub?“

J, Sire“

„Von wie viel Tagen?“

Dominique berechnete in ſeinem Geiſte und ſprach dann laut:

„Von fünfzig Tagen.“

„Ei!“ ſagte der König,„das Geſetz bewilligt drei Tage dem Angeklagten, um ein Caſſationsgeſuch ein⸗ zureichen, und die Caſſation iſt immer eine Sache von vierzig Tagen.“

„Je nachdem, Sire; der Caſſationshof kann, wenn man ihn drängt, ſein Urtheil in zwei Tagen, in einem ſogar eben ſo gut ſprechen, als in vierzig, und über⸗ dies

Dominique zögerte.

„Und überdies?“ wiederholte der König.„Vollen⸗ den Sie Ihren Gedanken.“

„Ueberdies, Sire, wird mein Vater kein Caſſa⸗ tionsgeſuch einreichen.“

„Wie, das wird Ihr Vater nicht thun?“

Dominique ſchüttelte den Kopf.

„So will alſo Ihr Vater ſterben?“ rief der König.

„Er wird wenigſtens nichts thun, um dem Tode zu entkommen.“

„Dann, mein Herr, wird die Gerechtigkeit ihren Lauf haben.“

„Sire,“ ſprach Dominique,„im Namen Gottes

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