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muß Ihnen beweiſen, wie ich alle Diener Gottes be⸗ ſonders hochſchätze.“
„Das iſt eine von den Eigenſchaften Eurer Maje⸗ ſtät, welche ihr zum Ruhme gereicht, und zugleich eines ihrer ſchönſten Anrechte auf die Liebe ihrer Unterthanen.“
„Ich höre Sie, Herr Abbé,“ ſagte der König, indem er die den Fürſten, wenn ſie Audienz geben, eigenthümliche Haltung annahm.
„Sire,“ ſprach Dominique,„mein Vater iſt heute Nacht zum Tode verurtheilt worden.“
„Ich weiß es, mein Herr, und ich habe tief hier⸗ über für Sie geſeufzt.“
„Mein Vater war unſchuldig an den Verbrechen, wegen deren er verurtheilt worden iſt...“
„Entſchuldigen Sie, Herr Abbé,“ unterbrach Karl X.,„das war nicht die Meinung der Herren Geſchworenen.“
„Sire, die Geſchworenen ſind Menſchen, und wie dieſe können ſie durch den Anſchein getäuſcht ſein.“
„Ich gebe Ihnen das zu, Herr Abbé, eher als einen Kindestroſt, denn als ein Ariom des menſch⸗ lichen Rechts; ſo weit aber Gerechtigkeit von den Menſchen geübt werden kann, iſt Gerechtigkeit gegen Ihren Vater von den Herren Geſchworenen geübt worden.“
„Sire, ich habe den Beweis der Unſchuld meines Vaters!“
„Sie haben den Beweis der Unſchuld Ihres Vaters?“ wiederholte Karl X. mit Erſtaunen.
„Ich habe ihn, Sire!“ „Und warum haben Sie ihn nicht früher gegeben?“


