Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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„Ich konnte nicht.“ „Nun wohl, mein Herr, da es glücklicher Weiſe noch Zeit iſt, ſo geben Sie ihn mir.“

„Ihnen den Beweis geben, Sire?“ ſagte der Abbé Dominique, indem er ſein Haupt neigte;„lei⸗ der iſt das unmöglich.“

„Unmöglich?“

„Ach! ja, Sire.“

„Und welches Motiv kann einen Menſchen ab⸗ halten, die Unſchuld eines Verurtheilten laut zu er⸗ klären, wenn beſonders dieſer Menſch ein Sohn, und dieſer Verurtheilte ſein Vater iſt?“

„Sire, ich kann Eurer Majeſtät nicht antworten, doch der König weiß, ob derjenige, welcher bei den Andern die Lüge bekämpft, derjenige, welcher ſein Leben mit Erforſchung der Wahrheit zubringt, wo immer ſie auch ſein mag, kurz einer der Diener des Herrn,— der König weiß, ob dieſer lügen könnte und beſonders möchte. Nun wohl, Sire, unter der Rechten des Herrn, des Herrn, den ich anflehe, mich zu beſtrafen, wenn ich lüge, erkläre ich laut zu den Füßen Eurer Majeſtät die Unſchuld meines Vaters; ich verſichere mit allen Kräften meines Gewiſſens und ſchwöre Eurer Majeſtät, daß ich Ihr den Be⸗ weis hievon früher oder ſpäter geben werde.“

„Herr Abbé,“ erwiederte der König mit einer majeſtätiſchen Sanftmuth,„Sie ſprechen als Sohn, und ich ehre das Gefühl, das Ihnen Ihre Worte eingibt; erlauben Sie mir aber, daß ich Ihnen als König antworte.“

„Oh! Sire, ich höre mit gefalteten Händen.“ „Ginge das Verbrechen, deſſen Ihr Vater be⸗