Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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6⁴ Allianz in Saint⸗Denis ſprüchwörtlich geworden

war.

Doch es ſollte der letzte Tag dieſes gemeinſchaft⸗ lichen Lebens kommen. Noch einige Monate, und Jede ſollte, aus Saint⸗Denis austretend, einen an⸗ dern Weg einſchlagen, um nach dem väterlichen Hauſe zurückzukehren: die Eine nach dem Faubourg Soaint⸗ Germain, die Andere nach dem Faubourg Saint⸗ Honoré, Dieſe nach dem Faubourg. Saint⸗Jacques, Jene nach dem Faubvurg Saint⸗Antoine. Ebenſo ſollten ſie vier verſchiedenen Wegen im Leben folgen, und Jede ſollte in eine Welt eintreten, wo ihr die drei Anderen nur noch durch Zufall begegnen könnten.

Es war alſo vorbei mit dieſer reizenden Vertrau⸗ lichkeit, mit dieſem ſüßen Leben zu Vier, wobei Keine verloren und Jede gewonnen hatte! es war geſchehen um dieſes ſeit vier Jahren von denſelben Gemüths⸗ bewegungen ſchlagende Quadrupel⸗Herz! es war ge⸗ ſchehen um dieſe friedliche, lächel de Kindheit! Alles dies ſollte verſchwinden ohne Hoffnung auf Wieder⸗ kehr. Dieſer zu Vier begonnene Traum, Jede ſollte ihn allein fortſetzen; der Kummer der Einen würde der Andern unbekannt ſein. Das Penſionsleben

war ein langer, köſtlicher Traum; das wirlliche Leben ſollte anfangen.

Ohne Zweifel war es der Zufall, oder vielmehr — laſſen wir dieſer grauſamen Gottheit ihren wah⸗ ren Namen,— das Geſchick, das ſie unter ſeinem Hauche zerſtreute und wie Blumen in den vier Win⸗ den des Lebens verzettelte. Doch ſie widerſtanden i bogen ſich wie die Rohre, brachen aber nicht.

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