nur die Zeit, um einen Shawl über ihre Schultern zu werfen, ſtieg in den Wagen und kam zu Regina.
Sie hatte Regina für alle ihre Bemühungen am vorhergehenden Tage zu danken; das war das erſte
Bedürfniß ihrer Seele; die Beſchwerden ihres Leibes
kamen erſt nachher.
Man höre nun, was geſchehen war.
Als Herr von Marande gegen ſieben Uhr Mor⸗ gens das Zimmer ſeiner Frau verließ, ſuchte Frau von Marande zu ſchlafen, doch vergebens: es war ihr unmöglich.
Um acht Uhr ſtand ſie auf; ſie nahm ein Bad, und ließ dann Herrn von Marande um Erlaubniß bitten, ſich nach Carmelite erkundigen zu dürfen.
Herr von Marande, der auch nicht geſchlafen hatte und ſchon bei der Arbeit war, klingelte, und ließ, ſtatt jeder Antwort, dem Kutſcher ſagen, er ſolle anſpannen und ſich Madame für den ganzen Mor⸗ gen zur Verfügung ſtellen.
Um zehn Uhr ſtieg Frau von Marande in den Wagen und gab Befehl, nach der Rue de Tournon zu fahren.
Sie kam gerade in dem Augenblicke an, wo ſich Carmelite von Hauſe entfernt hatte; doch die Kam⸗ merfrau wußte zum Glücke, wohin Carmelite gegan⸗ gen war; der Kutſcher erhielt alſo Befehl, ſeine Ge⸗ bieterin nach dem Boulevard des Invalides zur Grä⸗ fin Rappt zu fahren.
Frau von Marande traf hier zehn Minuten nach Carmelite ein.
Carmelite hatte die kleine Abeille auf den Knieen auf einem Tabouret vor Regina gefunden; ſie ließ


