„Ich habe ihn!“ antwortete der Mönch.
„Hoffen Sie Ihren Vater zu retten?“
„Ich bin deſſen ſicher!“
„Bedürfen Sie der Mitwirkung meines Armes oder meines Verſtandes?“
„Niemand außer mir ſelbſt kann mir bei Verfol⸗ gung meines Werkes helfen.“
„Was verlangen Sie dann von mir?“
„Etwas, was mir unmöglich ſcheint, daß ich es durch Ihre Vermittlung erlange; doch Sie hießen mich zu Ihnen kommen, um welcher Sache willen es auch ſein möge, und ich hätte nicht kommend zum Verräther an meiner Pflicht zu werden geglaubt.“
„Sagen Sie mir Ihren Wunſch.“
„Ich muß heute, ſpäteſtens morgen eine Audienz beim König erhalten... Sie ſehen, mein Freund, daß das unmöglich iſt... wenigſtens durch Sie.“
Salvator wandte ſich lächelnd gegen Fragola um und ſagte:
„Taube, fliege aus der Arche und komm nur mit dem Oelzweige zurück.“
Fragola ging, ohne zu antworten, in das Reben⸗ zimmer, ſetzte einen Hut mit einem Schleier auf, warf auf ihre Schultern eine Mantille von engliſchem Stoffe, kam wieder zurück, reichte Salvator ihre Stirne zum Kuſſe und entfernte ſich.
„Setzen Sie ſich, mein Vater,“ ſagte der junge Mann.„In einer Stunde werden Sie Ihre Audienz für heute oder für morgen ſpäteſtens haben.“
Der Prieſter ſetzte ſich und ſchaute Salvator mit einem Erſtaunen an, das an die Betäubung gränzte.
„Aber wer ſind Sie denn,“ fragte er Salvator,
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