Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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Es trat eine Pauſe von einem Augenblicke ein.

Keine Feder vermöchte die Bangigkeit dieſes Augenblicks wiederzugeben, der, obgleich ſchnell wie der Gedanke, dem Abbé Dominique, welcher mit dem Advocaten bei der leeren Bank des Angeklagten ge⸗ blieben war, ein Jahrhundert ſcheinen mußte.

Der Chef der Jury ſprach folgende Worte:

„Bei meiner Ehre und bei meinem Gewiſſen, vor Gott und vor den Menſchen iſt die Erklärung der Jury:

„„Ja, mit Stimmenmehrheit bei allen Fragen, der Angeklagte iſt ſchuldig!““

Aller Augen waren auf Dominique geheftet: er ſtand wie die Anderen.

Durch die graue Atmoſphäre des Morgens ſah man ſeine Bläſſe ſich in Leichenfarbe verwandeln; er ſchloß die Augen und hielt ſich am Geländer feſt, um nicht zu fallen.

Das ganze Auditorium erſtickte einen Seufzer des Schmerzes.

Es wurde der Befehl gegeben, den Angeklagten hereinzuführen.

Aller Augen wandten ſich nach der kleinen Thüre. Herr Sarranti erſchien wieder.

Dominique reichte ihm die Hand und ſprach nur die Worte:

„Mein Vater!“

Doch er hörte den Todesſpruch an, wie er die Anklageacte gehört hatte,— ohne ein Zeichen von Aufregung von ſich zu geben.

Weniger unempfindlich, ſtieß Dominique eine Art