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beantragen zu hören; ſie ging aber nicht ſo weit, daß er dieſe Strafe ausſprechen zu hören ver⸗ mochte.
Er ſtand auf, um wegzugehen.
Die Menge war, wie geſagt, ſehr gedrängt, und dennoch bildete ſich ſogleich eine Paſſage auf ſeinem Wege; Jeder trat auf die Seite, als wollte er einem unreinen oder giftigen Thiere Platz machen; der Zer⸗ lumpteſte, der Aermſte, der Schmutzigſte der Zuhörer hätte ſich durch die Berührung dieſes Menſchen be⸗ fleckt geglaubt.
Gegen halb fünf Uhr hörte man den Ton einer Klingel.
Vom Inneren des Saales ausgegangen, theilte ſich ein Schauer beim Klange dieſes Glöckchens nach außen mit. Sogleich, wie eine ſteigende Fluth, ſchlug die Woge den Saal, und Jeder beeilte ſich, ſich niederzuſetzen. Doch das war eine vergebliche Auf⸗ regung: der Chef der Jury ließ ein Actenſtück vom Proceſſe verlangen.
Indeſſen drangen die erſten Strahlen eines bleichen, grauen Tages durch die Fenſter ein und fingen an das Licht der Kerzen und der Lampen zu verwiſchen. Das war die Stunde, wo die ſtärkſten Organiſativ⸗ nen die Müdigkeit fühlen; es war die Stunde, wo die heiterſten Geiſter die Traurigkeit begreifen; es war die Stunde, wo man friert.
Gegen ſechs Uhr wurde das Glöckchen aufs Neue hörbar.
Diesmal konnte keine Täuſchung mehr ſtattfinden: es war wohl die Freiſprechung oder das Todesur⸗


