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bohrt, die erhabenſte Milde, die engeliſchſte Reſig⸗ nation athmen.
Wir werden dem Staatsanwalte nicht weiter in ſeinem Plaidoyer folgen; wir ſagen nur, daß er, ſo⸗ bald einmal der Gegenſtand in Angriff genommen war, ſo lange als er konnte die aus den Anſchuldi⸗ gungen der Zeugen von Herrn Gérard hervorgehen⸗ den Inzichten gleichſam ausmalte, und dabei alle abgedroſchene Mittel, alle claſſiſche Blumen der Rhe⸗ torik des Juſtizpalaſtes erſchöpfte. Er ſchloß endlich ſein Plaidoyer, indem er auf die Anwendung der Artikel 293, 296, 302 und 304 des Strafcoder antrug.
Ein Gemurmel des Schmerzes und ein Schauer des Schreckens durchliefen die ganze Menge; die Er⸗ regung hatte den höchſten Grad erreicht.
Der Präſident fragte Herrn Sarranti:
„Angeklagter, haben Sie etwas zu ſagen?“
„Nicht einmal, daß ich unſchuldig bin, dergeſtalt verachte ich die gegen mich erhobene Anklage,“ ant⸗ wortete Herr Sarranti.
„Und Sie, Maitre Emanuel Richard, haben Sie etwas zu Gunſten Ihres Clienten vorzubringen?“
„Nein, mein Herr,“ antwortete der Advocat.
„Dann ſind die Debatten geſchloſſen,“ ſagte der Präſident.
Es fand im ganzen Auditorium eine ungeheure Bewegung der Theilnahme, gefolgt von einer tiefen Stille, ſtatt.
Das Reſumé des Präſidenten trennte allein den Angeklagten vom Spruche. Es war vier Uhr Mor⸗ gens. Man begriff, das Reſumé werde kurz ſein,


