Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

bensmittel entſtehend, waren dieſe Verbrechen ſicher⸗ lich nicht zahlreicher, als die, über welche wir ge⸗ wöhnlich zu ſeufzen haben, und die der kretiſche Tribut ſind, den die Geſellſchaft jedes Jahr dem Müßiggange und den Laſtern bezahlt, welche, wie der Minotaurus des Alterthums, eine gewiſſe An⸗ zahl von Opfern haben wollen.“

Offenbar hegte der Staatsanwalt eine Werth⸗ ſchätzung für dieſe Periode, denn er machte eine Pauſe und ſchaute im Kreiſe auf dieſer Menge um⸗ her, welche in ihren Abgründen vielleicht um ſo mehr aufgeregt, als ſie an ihrer Oberfläche ſtumm war.

Das Publikum blieb unempfindlich.

„Meine Herren,“ fuhr der Staatsanwalt fort, „es hatte ſich indeſſen die Frechheit mehrerer Schul⸗ digen eine neue Laufbahn eröffnet, auf welcher ſie

zu treffen und zu verfolgen man weniger gewohnt

war, und ſie beunruhigte mehr durch die Neuheit und die Vermeſſenheit ihrer Attentate; doch ich ſage es mit Freude, meine Herren, das Uebel, über das wir zu ſeufzen haben, iſt nicht ſo groß, als man glauben will; man hat ſich nur darin gefallen, zu übertrei⸗ ben. Tauſend lügenhafte Gerüchte ſind abſichtlich verbreitet worden; die Böswilligkeit ſchuf ſie ſelbſt; kaum von ihr geſchaffen, empfing man ſie mit Gierde, und jeden Tag brachte die Erzählung von den an⸗ geblichen Verbrechen der Nacht den Schrecken in die einfältigen Gemüther, die Beſtürzung in die leicht⸗ gläubigen Geiſter...“

Das Auditorium ſchaute ſich an, da es nicht wußte, worauf der Staatsanwalt abzielte... Nur die Stammgäſte der Aſſiſenhöfe, diejenigen, welche

hi ei we ſei fün ge un che daß nac wiß kan

nob Bér Pom

Mier

liche

wach borge denn hörde im U ger a nen,

das u dieſe fen ge meine