Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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Plaidoyer des Advocaten vom Angeklagten die Sitzung unterbrochen worden, um den Richtern und den Ge⸗ ſchworenen einen Augenblick Ruhe zu gewähren; doch nach dem, was im Auditorium vorgegangen, war jeder Halt auf dem Abhange, den man hinabſtieg, gefährlich, und die öffentliche Behörde dachte, es ſei beſſer ein Ende zu machen, und müßte man auch unter einem Sturme endigen.

Der Herr Staatsanwalt erhob ſich alſo; unter der tiefen Stille, die ſich über das Meer zwiſchen zwei Sturmwinden verbreitet, nahm er das Wort.

Von den erſten Worten an begriff das ganze Publikum, daß man von den poetiſchen, blitzenden Höhen eines politiſchen Sinai wieder in die Niede⸗ rungen einer Criminalchicane hinabgefallen war.

Als ob ver erſchreckliche Ausfall des Advocaten von Herrn Sarranti nicht ſtattgefunden hätte; als ob dieſer halb niedergeſchmetterte Titan nicht auf ſeinem Throne den Jupiter der Tuilerien wanken gemacht hätte; als ob der Blick nicht noch geblendet wäre von den Blitzen, die der kaiſerliche Adler, durch den höchſten Aether hinziehend, über der Menge flammen gemacht hatte, drückte ſich der Herr Staats⸗ anwalt alſo aus:

„Meine Herren, ſeit einigen Monaten haben mehrere Verbrechen die öffentliche Aufmerkſamkeit auf ſich gezogen, während ſie zugleich die thätige Sorgfalt und die Ueberwachung der Behörden rege machten. Aus der Anhäufung einer ſtets zunehmen⸗ der Bevölkerung, vielleicht auch aus der Unterbre⸗ chung einer Arbeit oder aus der Theurung der Le⸗