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klage antworten wir ganz einfach:„Wären wir das, was Sie ſagen, ſo hätte uns der Mann mit den Adler⸗ augen und den Flammenblicken, der ſo gut in den Herzen zu leſen wußte, nicht die Hand gedrückt, er hätte uns nicht ſeine Freunde genannt, er hätte uns nicht geſagt: Geh!!...““
„Entſchuldigen Sie, Maitre Emanuel Richard,“ fragte der Präſident,„von welchem Manne ſprechen Sie denn ſo?“
„Ich ſpreche von Seiner Majeſtät Napoleon I., ge⸗ ſalbt 1804 in Paris zum Kaiſer der Franzoſen; gekrönt 1805 in Mailand zum König von Italien, und geſtorben als Gefangener auf St. Helena, am 5. Mai1821,“ ant⸗ wortete der junge Mann mit lauter, verſtändlicher Stimme.
Es läßt ſich nicht ſagen, welch ein ſeltſamer Schauer die Verſammlung durchlief.
Damals nannte man Napoleon den Uſurpator, den Tyrannen, den Wehrwolf von Corſica, und ſeit dreizehn Jahren, das heißt ſeit dem Tage ſeines Sturzes, hatte ſicherlich Niemand vor ſeinem beſten, vertrauteſten Freunde ausgeſprochen, was Emanuel Richard im Angeſichte des Gerichtshofes, der Ge⸗ ſchworenen und des Auditoriums ausgeſprochen.
Die Gendarmen, welche zur Rechten und zur Linken von Herrn Sarranti ſaßen, ſtanden auf und befragten mit den Augen und mit den Geberden den Präſidenten, was zu thun ſei, und ob ſie nicht noch im Laufe der Sitzung den vermeſſenen Advocaten in Verhaft nehmen ſollten.
Gerade das Uebermaß ſeiner Kühnheit rettete ihn; das Tribunal blieb niedergeſchmettert.


