Unſchuldigen, das heißt einen Menſchen, der ſich wohl befindet.
Derjenige, welcher mir dieſe Antwort gibt, ver⸗ gißt nur Eines: daß der Arzt Niemand das Leben nimmt, welches er dem Kranken wiedergibt, während der Advocat manchmal dem Unſchuldigen das Leben nimmt, das er dem Schuldigen gibt.
Es war ſo bei dem erſchrecklichen Ereigniſſe, wo Herr Gérard und Herr Sarranti einander gegen⸗ überſtanden.
Vielleicht glaubte der Advocat von Herrn Gérard an die Unſchuld von dieſem; ſicherlich glaubte er aber nicht an die Schuldhaftigkeit von Herrn Sarranti.
Das hielt dieſen Mann nicht ab, die Anderen glauben zu machen, was er ſelbſt nicht glaubte.
Er drängte in einem emphatiſchen Eingange alle redneriſche Gemeinplätze, alle die abgedroſchenen Phraſen zuſammen, die ſich in den Journalen jener Zeit gegen die Bonapartiſten herumſchleppten; er zog eine Parallele zwiſchen Karl X. und dem Uſur⸗ pator; er tiſchte den Geſchworenen alle die Beigerichte auf, die ihren Appetit in Betreff des Hauptſtückes reizen ſollten. Das Hauptſtück war Herr Sarranti, das heißt einer von jenen Ruchloſen, vor denen die Schöpfung einen Abſcheu hat; eines von jenen Un⸗ geheuern, welche die Geſellſchaft zurückſtößt, einer von jenen Verbrechern, fähig zu den ſchwärzeſten Attentaten, deren Tod als ein Beiſpiel von ihren Zeitgenoſſen verlangt wird, welche entrüſtet ſind, daß ſie dieſelbe Luft mit ihnen athmen ſollen.
Er ſchloß alſo, ohne das erſchreckliche Wort aus⸗ zuſprechen, auf die Todesſtrafe.
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