Der Advocat der Eivilpartei nahm das Wort. Ich weiß nicht, ob die Geſetzgebung, als ſie be⸗ ſtimmte, die Parteien ſollten, ſtatt ſelbſt zu plaidiren, durch das Organ eines Dritten plaidiren, ſah, begriff, errieth,— abgeſehen von den Vortheilen, die ſie bei der Anklage oder der Vertheidigung durch Procuration fand,— ich weiß nicht, ob ſie ſah, begriff, errieth, zu welchen Stufen der Treuloſigkeit, der Unverſchämt⸗ heit und der Spitzindigkeit ſie den Menſchen hinab⸗ zuſteigen zwinge.
Es gibt auch im Juſtizpalaſte Advocaten der
ſchlimmen Sachen. Dieſe Menſchen wiſſen vollkom⸗ men, daß die Sache, die ſie vertheidigen, eine ſchlechte iſt; ſchaut ſie aber an, höret ſie, ſtudirt ſie: wür⸗ det Ihr nach ihrer Stimme, nach ihren Geberden, nach ihrem Accente nicht ſagen, ſie ſeien überzeugt?
Was iſt nun der Zweck dieſer falſchen Ueberzeu⸗ gung, die ſie heucheln? Ich ſetze die Frage des Geldes, der Belohnung, des Salaire ganz beiſeit; was iſt der Zweck dieſer falſchen Ueberzeugung, die ſie heucheln und die Anderen wollen theilen machen?
Nicht der, einen Schuldigen zu retten und einen Unſchuldigen zur Verurtheilung zu bringen?
Sollte das Geſetz, ſtatt dieſe ſeltſame Abirruns des Geiſtes zu beſchützen, dieſelbe nicht vielmehr be⸗ ſtrafen?
Man wird mir vielleicht ſagen, es ſei mit den Advocaten wie mit dem Arzte. Der Arzt wird g rufen, um einen Mörder zu behandeln, der, in de Ausübung ſeiner Functionen, einen Meſſerſtich oder eine Piſtolenkugel bekommen hat; um ins Leben einen Verurtheilten zurückzurufen, der nach ſeine
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