Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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gedreht, und Herr Sarranti befand ſich einem Dieb⸗ ſtahle, einer doppelten Entführung und einem Morde gegenüber. Die Anſchuldigung dünkte ihm alsdann ſo wahnſinnig, daß er ſich auf die Inſtruction ſelbſt verließ, ſie werde ſeine Unſchuld zur Kenntniß bringen.

Nur zu ſpät bemerkte er, in welche Falle er ge⸗ rathen war, und bei dieſem Factum des Diebſtahls, der Entführung und des Mordes widerſtrebte es ihm, ein Zeugniß anzurufen. Seiner Anſicht nach mußte ſein Ableugnen genügen.

Doch allmälig drang durch dieſe Breſche, die er offen gelaſſen, der Verdacht, dann die Wahrſchein⸗ lichkeit, dann, wenn nicht in den Geiſt des Publi⸗ kums, wenigſtens in den der Geſchworenen eine Beinahe⸗Gewißheit ein.

Herr Sarranti war wie ein Menſch, der von einem zu raſchen Laufe gegen einen Abgrund fortge⸗ riſſen wird: er ſah den Abgrund, er ermaß ihn; doch es war zu ſpät! keine Stütze ſchien ſich zu bieten, an der er ſich hätte zurückhalten können. Er mußte unfehlbar hinabſtürzen. Der Abgrund war tief, er⸗ ſchrecklich, häßlich: er ſollte dabei nicht nur das Le⸗ ben, ſondern auch die Ehre verlieren.

5. Und dennoch ſagte ihm Dominique unabläßig eiſe:

Haben Sie Muth, mein Vater! ich weiß, daß Sie unſchuldig ſind!

Man war zu dem Punkte der Debatten gelangt, wo, da die Sache hinreichend durch das Anhören der Zeugen erhellt war, die geſetzliche Discuſſivn den

dvocaten zukommt.