Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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Jedermann oder beinahe Jedermann kennt den Sitzungsſaal des Aſſiſenhofes von Paris. Es iſt ein ungeheures Rechteck, mehr lang, als breit, düſter, tief und hoch wie eine Kirche.

Wir ſagen düſter, obſchon dieſer Saal das Licht durch fünf ungeheure Fenſter und zwei Glasthüren empfängt, welche alle auf einer Seite des Saales, der linken vom Eintritte aus, angebracht ſind; aber, mag nun die rechte Seite, durch welche kein Licht eindringt, außer wenn ſich die kleine Thüre öffnet, durch die der Angeklagte aus und eingeht, mag nun, ſagen wir, dieſe düſtere Wand, welche vergebens Füllungen von blauem Papier aufzuhellen ſuchen, an die Wand, die ſie anſchaut, ihre Dunkelheit wer⸗ fen, oder mag der Tempel der Gerechtigkeit einen Refler von dem häßlichen Kothe bewahren, mit wel⸗ chem das Verbrechen ſein Pflaſter befleckt hat, man wird plötzlich, in den Saal des Aſſiſenhofes eintre⸗ tend, von einer ſchwarzen Traurigkeit, von einem Schauer des Ekels, von einem Eindrucke ähnlich dem erfaßt, welchen man empfände, ſetzte man in den Wald eintretend den Fuß auf ein Schlangenneſt.

Doch an dieſem Abend, ſtatt der düſteren Tinte, in die er ſich gewöhnlich kleidet, glänzte der Aſſiſenhof von Lichtern, welche vielleicht noch trauriger als ſeine Dunkelheit.

Man denke ſich dieſe ganze Menge ſeltſam be⸗ leuchtet durch die ſchwankenden Scheine von hundert Lichtern, durch den Refler von Lampen, welche, mit Dämpfern bedeckt, den Geſchworenen ein ſonderbares Ausſehen, eine traurige Bläſſe verliehen, wie ſie den

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