Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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hatten die Aufmerkſamkeit der Einen nicht vermindert, die Neugierde der Andern nicht geſchwächt.

Uebrigens waren, außer der Theilnahme, die der Angeklagte im Herzen von Jedem erregte, dieſe ſchon ſo ergreifenden Debatten noch viel intereſſanter durch das merkwürdige Talent, mit welchem denſelben prä⸗ ſidirt wurde, und zugleich durch die Energie und den guten Tact des Advocaten, der Herrn Sarranti ver⸗ theidigte, gemacht worden.

Was das Talent des Präſidenten betrifft, es war unvergleichlich. Es ließ ſich unmöglich, bei ſo ernſten und ſo peinlichen Functionen, ein ſchärferer, präciſerer Geiſt der Analyſe, ein eleganterer und leichterer Vortrag, ein erhabeneres Gefühl für den Wohlanſtand und eine ängſtlichere Unparteilichkeit zur Anwendung bringen. Denn, ſagen wir es beiläufig, da wir eine Gelegenheit hiezu finden, wir, die wir uns etwas auf dieſe ängſtliche Unparteilichkeit, die wir an dem Herrn Präſidenten des Aſſiſenhofes loben, zu Gute thun, das Talent des Präſidenten, ſeine Gewandt⸗ heit und ſeine Billigkeit üͤben auf den Gang der Debatten und ſogar auf die Haltung des Publicums einen außerordentlichen Einfluß; man kann nicht glauben, wie ſehr ſie ihnen Größe und Würde ein⸗ flößt und den Sitzungen der Gerichtshöfe den ihnen eigenthümlichen impofanten Charakter gibt.

Die Feierlichkeit dieſes Abends haite gerade zu⸗ gleich den impoſanten Charakter, von dem wir ſpre⸗ chen, und einen düſtern, traurig fantaſtiſchen Cha⸗ rakter, den man hinreichend begreifen wird, wenn wir mit ein paar Worten die Inſcenirung dieſer Sitzung gemacht haben.