276
Sie noch um die Ihrige über Herrn Lorédan von Valgeneuſe zu bitten.“
Frau von Marande ſchaute ihren Gatten mit einem gewiſſen Erſtaunen an.
„Mein Herr,“ antwortete ſie,„meine Meinung über ihn iſt die der ganzen Welt.“
„So ſagen Sie mir die der ganzen Welt, Madame.“
„Herr von Valgeneuſe...“
Sie ſchwieg, verlegen, weiter zu gehen.
„Verzeihen Sie, mein Herr,“ ſagte ſie,„Sie ſcheinen mir Vorurtheile gegen Herrn von Valgeneuſe zu haben.“
„Vorurtheile, ich? Gott behüte mich, daß ich Vorurtheile gegen Herrn von Valgeneuſe habe! nein, ich höre nur, was man ſagt... Sie wiſſen, nicht wahr, was man von Herrn von Valgeneuſe ſagt?“
„Er iſt reich, er hat Succeſſe, er iſt bei Hof ſehr wohl gelitten: das iſt mehr als es braucht, daß man viel Schlimmes von ihm ſagt.“
„Wiſſen Sie, was man von ihm Schlimmes ſagt?“ „Wie ich das Schlimme weiß, mein Herr; ſehr mittelmäßig.“
„Nun, ſo hören Sie, was man ſagt... Spre⸗ chen wir zuerſt von ſeinem Reichthum.“
„Er iſt unbeſtritten.“
„Gewiß, in der Thatſache ſeiner Exiſtenz; doch beſtreitbar, wie es ſcheint, in der Art, wie er ihn erlangt hat.“
„Hat nicht der Vater von Herrn von Valge⸗ neuſe das Vermögen eines älteren Bruders geerbt?“
„Ja; nur iſt über dieſe Erbſchaft eine düſtere
die ſo det be ſo
wi


