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Eine Wolke zog raſch über das Geſicht von Herrn von Marande; er ſchloß die Augen, und die Dunkel⸗ heit bildete ſich, ſo zu ſagen, auf ſeiner Phyſiognomie.
Alsdann erwiederte er den Kopf ſchüttelnd und als erwachte er aus einem Traume:
„Ja, ſo lächerlich es ſein mag, das kann geſchehen. Bitten Sie Gott, Madame, daß ein ſolches Phäno⸗ men nicht zwiſchen uns eintrete!“
Und die Stirne faltend, fügte er mit leiſer Stimme bei:
„Das wäre ein zu großes Unglück für Sie und beſonders für mich!“
Dann ſtand er auf und machte ein paar Gänge im Zimmer, wobei er ſich bemühte, in dem Theile zu bleiben, der am Kopfe des Bettes von Frau von Marande war, und wohin ihm daher die Blicke von dieſer nicht folgen konnten.
Aber, Dank ſei es einem in ihrer Nähe befind⸗ lichen Spiegel, Lydie bemerkte, daß ſich ihr Gatte die Stirne und vielleicht ſogar die Augen mit einem Taſchentuche abwiſchte.
Ohne Zweifel entging es Herrn von Marande nicht, ſeine Aufregung, was auch die Urſäche davon ſein mochte, verrathe ihn in den Augen ſeiner Frau; denn, ſein Geſicht erheiternd und ſeine Lippen und ſeine Augen zum Lächeln zwingend, ſetzte er ſich wieder in den ein paar Minuten leer gebliebenen Lehnſtuhl.
Sodann, nachdem er noch einen Augenblick ge⸗ ſchwiegen hatte, ſagte er mit ſeiner ſanfteſten Stimme:
„Nun, Madame, nachdem ich die Ehre gehabt habe, Ihnen meine Meinung über Monſeigneur Coletti und Herrn Jean Robert zu ſagen, habe ich


