unausgeſetzten Aufmerkſamkeiten, ſo ſagen Sie,— was wahr iſt,— weder Sie, noch er haben dieſe be⸗ harrlichen Aufmerkſamkeiten gewünſcht, ſondern ich, der ich dem Talente, dem Zartgefühle und der Dis⸗ cretion von Herrn Jean Robert volle Gerechtigkeit widerfahren laſſe.“
„Was für ein ſonderbarer Mann ſind Sie doch, mein Herr!“ rief Frau von Marande,„und wer wird mir das Geheimniß Ihrer ſeltſamen Zuneigung für mich ſagen?“
„Beläſtigt ſie Sie?“ fragte Herr von Marande mit einem Lächeln, das nicht ganz von Melancholie frei war.
„Oh! nein, Gott ſei Dank!... nur läßt ſie mich befürchten, daß...
„Nun, was läßt ſie Sie befürchten?“
„Daß an einem ſchönen Tage... Doch nein, es iſt unnöthig, daß ich Ihnen ſage, was mir durch den Geiſt, oder vielmehr durch das Herz geht.“
„Reden Sie, Madame, wenn das, was Sie zu ſagen haben, einem Freunde geſagt werden kann.“
„Nein, das hätte beinahe das Anſehen einer Erklärung.“
Herr von Marande ſchaute ſeine Frau feſt an.
„Aber, mein Herr,“ ſagte ſie,„iſt Ihnen nicht auch manchmal Eines eingefallen?“
Herr von Marande ſchaute fortwährend ſeine Frau an.
„Was? Laſſen Sie hören, Madame!“ fragte er, nachdem er einen Augenblick geſchwiegen hatte.
„Daß ſich... ſo lächerlich das ſein mag, eine Frau in ihren Mann verlieben kann.“


