Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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einen Schritt rückwärts gemacht, und ſie ſprachen mit lei⸗ ſer Stimme gerade in dem Augenblicke, wo der Sarg in die Kirche hereinkam.

Dieſe vier jungen Leute waren unſere vier Freunde Jean Robert, Ludovic, Petrus und Juſtin.

Sie ſuchten mit den Augen unter dieſer ganzen Menge Jemand, den ſie hier zu finden erwarteten, den ſie aber trotz ihrer hartnäckigen Forſchung nicht fanden.

Endlich erblickten ſie ihn unter der Zahl der Per⸗ ſonen, welche hinter dem Sarge hatten eintreten können.

Es war Salvator.

Der junge Mann gewahrte ſie mit dem erſten Blicke, und die Menge durchſchneidend ging er gerade auf ſie zu.

Er brauchte übrigens ziemlich lange Zeit, um den Raum zurückzulegen, der ihn von den jungen Leuten trennte, denn den ganzen Weg entlang, den er gemacht hatte, ſtreckten ſich die Hände zu Hunderten aus, um die ſeinige zu drücken.

Als er die Pilaſter erreicht hatte, an deren Baſe unſere Freunde angelehnt ſtanden, rückten die vier Hände zu gleicher Zeit vor, und die jungen Leute bildeten einen Kreis, in deſſen Mitte ſich Salvator befand.

Sie haben uns etwas zu ſagen? fragte Jean Robert, der eine Nuance von Beſorgniß in den Augen des jungen Mannes geleſen hatte.

Ja, und ſogar etwas ſehr Wichtiges! erwiederte Salvator.

Sodann, indem er mit einem Blicke des Miß⸗ trauens umherſchaute:

Was Sie auch ſehen mögen, was Sie auch hören mögen, ſo gut Ihnen auch die Gelegenheit ſcheinen mag, thun Sie nichts!

Was ſoll denn vorgehen? fragte Ludovic.

Ich weiß es nicht, antwortete Salvator,doch etwas wie ein Aufſtand.

An einem Begräbnißtage? fragte Juſtin.

Salvator lächelte.

Sie kennen das Sprüchwort, mein lieber Juſtin: Der Zweck heiligt die Mittel.