Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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Saint⸗Honoré, dem man den Namen Aſſomption*) ab, vereinigt wurden. Nur ſchien die Kapelle dieſes Hau⸗ b nicht genügend für die Nonnen ſie kauften das Hotel eines Sieur Desnoyers und ließen 1670 den Bau ihrer Kirche beginnen, welche ſechs Jahre nachher beendigt wurde.

Dieſe ſchwerfällige, durch einen ſchwarzen Himmel beſchattete, Kuppel bot an dieſem Tage, wie immer, einen ziemlich traurigen und gemeinen Anblick, und es brauchte nicht weniger, als dieſe ganze impoſante Menge, um dem Schauſpiele, das man vor Augen hatte, ſeine poetiſche und feierliche Seite zu geben.

In dem Augenblicke, wo der Trauerzug im Be⸗ griffe war, das Sterbehaus zu verlaſſen, um ſich nach der Kirche zu begeben, verlangten die ehmaligen Zög⸗ linge dieſer Schule von Chalons, welche Herr von Lian⸗ court geſtiftet hatte, den Sarg eines ihrer Wohlthäter tragen zu dürfen. Einer der Miniſter von Karl X. der Herr Herzog de la Rochefoucauld⸗Doudeauville, ein naher Verwandter des Todten, der eine von den Ecken des Bahrtuches halten ſollte, ertheilte die Erlaubniß im Namen der Familie.

Der Zug ſetzte ſich nun langſam, feierlich in Marſch, und man kam in größter Ordnung zur Kirche.

Auf beiden Seiten der Straße zuſammengeſchaart, ruhig und ſtill, trat die Menge zurück und entblößte ſich ehrerbietig, ſo wie der Zug näher kam.

Man müßte das Wappenbuch der Notabilitäten jener Zeit haben, um einen Begriff von den illuſtren Anweſenden zu geben, welche die Obſequien des edlen Herzogs an dieſem Tage nach der Himmelfahrts⸗Kirche gezogen hatten.

Es waren vor Allem die Grafen Gastan und Alexan⸗ dre de la Rochefoucauld, Söhne des Verſtorbenen, und die ganze Familie des Herzogs; ſodann die Herzoge von Briſſac, von Lsvis, von Richelieu; dann die Gra⸗ fen Portalis und de Baſtard, der Baron Portal, die Herren von Barante, Lainé, Pasquier, Decazes, der

*) Mariä Himmelfahrt.