Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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CL.

Was ſich in der Himmelfahrts⸗Kirche am 30. März des Jahres der Gnade 1827 zutrug.

Die Himmelfahrts⸗Kirche, deren Erbauung in das Jahr 1670 zurückgeht, iſt ohne Zweifel eines der ge⸗ meinſten Monumente von Paris. Ihre Form iſt eine unglückliche: ſie ſtellt einen Thurm bedeckt mit einer ungeheuren Kuppel von zwei und ſechzig Fuß im Durch⸗ meſſer vor, etwas der Kornhalle Aehnliches;ſo daß, ſagt Legrand in ſeiner Beſchreibung von Paris und ſeinen Gebäuden,ſo daß, da dieſes Baudenk⸗ mal für ſeinen Durchmeſſer zu hoch iſt, das Innere eher das Anſehen eines tiefen Brunnens als die Grazie einer wohl proportionirten Kuppel hat.

Ehe dieſes Gebäude zur Himmelfahrts⸗Kirche er⸗ hoben wurde, war es ein Nonnenkloſter. Die Schwe⸗ ſtern, die dieſes Convent bewohnten, hießen die Hau⸗ driettes*). Sie waren urſprünglich beauftragt, ein Hoſpital von armen Frauen zu bedienen; allmälig wurde das Hoſpital ein Kloſter, und ſie lebten unnütz und als religiöſe Gemeinde conſtituirt. 5

Die Aufführung dieſer Nonnen war durchaus nicht regelmäßig, und man hatte es mehrere Male, jedoch vergebens, verſucht, die Reform in ihrem Hauſe anzu⸗ wenden. Endlich unternahm es der Cardinal de la Rochefoucauld, ſie der Regel zu unterwerfen und ſie in ein Hotel zu verſetzen, das er im Faubvurg Saint⸗ Honoré beſeſſen und 1603 an die Jeſuiten verkauft hatte, und das dieſe durch Vertrag vom 3. Februar 1623 an die Haudriettes wiederverkauften. Sie waren hier ſeit ſechs Monaten untergebracht und hatten ſchon das Innere auf eine ihrem Stande entſprechende Art einrichten laſſen, als der Titel Haudriettes aufgehoben und die Einkünfte mit dem neuen Kloſter des Faubourg

*) Hoſpitaliterinnen von Mariä⸗Himmelfahrt, nach ihrer Stifterin Dolona Haudry Haudryetten genannt.