Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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Ja, es wird ſo ſein!

Er legte ſodann das Portrait auf einen Stuhl, trat an ſeinen Schreibtiſch, nahm ein Blatt Papier und eine Feder, rückte einen Stuhl an ſein Bureau, ließ einen Augenblick ſeinen Kopf in ſeine Hände fallen und ſchrieb endlich folgenden Brief:

Erlauben Sie mir, meine Schweſter, Ihnen das Portrait des heiligen Hyacinth anzubieten. Sie werden beiliegend eine Geſchichte des Lebens dieſes Heiligen finden, ein Leben, das ich vor ein paar Jahren zu ſtizziren verſucht habe.

Von der Bretagne zurückkehrend, von Ihnen weg⸗ gehend, nach Hauſe kommend, war ich betroffen von den geheimnißvollen Verwandtſchaften, welche in einer ge⸗ meinſchaftlichen Aehnlichkeit den Heiligen und den Freund verbinden, den wir beweinen. Es ſind zwei Brüder des Guten, Zwillinge der Tugend. Sie, ihre Schweſter, neh⸗ men Sie dieſes Portrait als eine Familienerbſchaft an.

Er faltete den Briefzuſammen, verſiegelte ihn und ſchrieb die Adreſſe daraufz dann ging er an ſeine Bib⸗ liothet und nahm von einem der Fächer ein kleines Manuſcript, auf deſſen erſter Seite die Worte geſchrie⸗ ben ſtanden: Lebensabriß des heiligen Hya⸗ cinth vom Dominicanerorden.

Er ſchaute abwechſelnd das Manuſcript und das Portrait an;z dann wickelte er das eine und das andere in ein großes Blatt Papier, verſiegelte das Ganze, und als er ſah, daß es drei Viertel auf zwölf auf der Pendeluhr war, nahm er das Päckchen unter ſeinen Arm, den Brief in ſeine Hand und ging raſch hinab.

Er kehrte zu Carmelite zurück, und nachdem er ſich bei der Concierge über die Folgen der Ohnmacht des Mädchens erkundigt hatte, gab er ihr das Portrait und den Brief, mit der Bitte, Beides ſogleich an die Adreſſe zu überliefern, ging auf der⸗ Seite der Quais hin⸗ und wandte ſich durch die Rue de Seine und über den Pont des Arts nach der Himmelfahrts⸗Kirche.

Die Mohicaner von Paris. V. 25