Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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geſchichtſchreiber den Apoſtel des Nordens nennen. Er war vom Hauſe der Grafen Oldovrans, einem der älteſten und berühmteſten Häuſer Schleſiens, das zur Zeit ſeiner Geburt, das heißt 1183, eine Provinz Po⸗ lens bildete. Es gab eine Familientradition bei den Penhosl, einer ihrer Ahnen ſei Waffenbruder, zur Zeit des erſten Kreuzzuges, von einem der Ahnen des hei⸗ ligen Hyacinth geweſen, und durch einen ſeltſamen Zu⸗ fall hatte Dominique, dem Colombau eines Tags dieſe alte Geſchichte erzählte, über die Quais gehend, unter einer ehrwürdigen Staublage, dieſen heiligen Hya⸗ cinth entdeckt und ihn gekauft, da er darin Aehnlich⸗ keit mit Colombau gefunden; nach Hauſe zurückgekehrt, hatte er ihn gereinigt und von Neuem gefirnißt, und nun erkannt, daß es ein vortreffliches Bildchen aus der Schule von Murillo, wenn nicht von Murillo ſelbſt war.

So daß dieſes Bild dreifach koſtbar war: einmal, weil es einen Heiligen von ſeinem Orden vorſtellte; ſodann, weil dieſer Heilige Colombau glich, und end⸗ lich, weil das Bild, wie geſagt, wenn nicht von Mu⸗ rillo ſelbſt, doch wenigſtens von einem ſeiner guten Schüler gemalt war.

Man begreift, in der Gemüthsverfaſſung, in der ſich Dominique befand, nach einem im Schloſſe Pen⸗ hoöl zugebrachten Monat und einer bei Carmelite zu⸗ gebrachten Stunde, man begreift, welche Wirkung auf ihn bei der Rückkehr der unvermuthete Anblick dieſes vollkommen vergeſſenen Bildes machte.

Er ſtand langſam auf, um ſich ihm zu nähern, doch ehe er ſich näherte, blieb er, das Auge auf das Bild geheftet, beim Lehnſtuhle ſtehen.

Es war in der That, und nie hatte die Aehn⸗ lichkeit Dominique ſo vollkommen geſchienen, es war in der That dieſelbe Reinheit der Stirne, dieſelbe Heiterkeit des Geſichtes. Die blonden Haare des pol⸗ niſchen Märthrers umrahmten, die Identität vollendend,