Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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für Deine fromme Ergebenheit und für Deine muthige, beharrliche Reſignation. Oh! mein Vater, ich, ich bringe Dir mehr als das Leben, ich bringe Dir den Beweis der Unſchuld an einem Verbrechen, das Du nicht nur nicht begangen haſt, ſondern von dem Du nicht einmal vermutheſt, daß Du deſſelben bezüchtigt biſt.

Und während er die Treppe hinaufſtieg, ſteckte er die Hände in die Falten ſeiner Robe, um darin die Erklärung zu ſuchen, die er von Herrn Gérard auf ſeinem Sterbebette erhalten und, da er an demſelben nach der Bretagne abgereiſt war, mitgenommen

atte.

Er trat in ſein ſeit faſt fünf Wochen verlaſſenes Zimmer ein und fand mit einem Gefühle tiefer Me⸗ lancholie die ruhige, einſame kleine Wohnung wieder, aus der er fortgeriſſen worden war, wie ein Vogel fern von ſeinem Neſte in einem Sturmwirbel wegge⸗ tragen wird.

Ein ſchöner Sonnenſtrahl drang durch die Fenſter⸗ ſcheiben ein und brachte das Leben und die Wärme in das Schlafzimmer des jungen Mönches.

Dominique ſank in einen großen Lehnſtuhl und überließ ſich einer tiefen Meditation.

Die Pendeluhr, welche die Concierge ſorgfältig während der Abweſenheit von Dominique aufgezogen hatte, ſchlug halb zwölf.

Dominique erhob das Haupt, und ſein Blick, in dem noch ein Reſt von Meditation ausgedrückt war, heftete ſich, nachdem er einen Moment auf den Gegen⸗ ſtänden, die das Zimmer ſchmückten, umhergeſchweift, auf das bleiche, blonde Geſicht von einem der Heiligen, welche die Gegenſtände der an der Wand hängenden Gemälde bildeten.

Dieſes Geſicht ſchien ſich mit einem wunderbaren Scheine zu erleuchten.

Es war das Portrait vom heiligen Hhacinth, ei⸗ nem Mönche vom Dominicgnerorden, den die Kirchen⸗