Nach dieſem Punkte der Rue du Pot⸗de⸗Fer wandte ſich der Abbé Dominique, als er die Rue de Tournon verließ. Unter Freudenſchreien, mit denen ſie ſeine An⸗ kunft begrüßte, überreichte ihm die Concierge einen Brief, bei deſſen Anblick allein die ernſte Miene des jungen Mannes ſich aufhellte: er hatte die Handſchrift erkannt, und dieſer Brief war von ſeinem Vater.
ſiute öffnete ihn raſch. Er enthielt folgende Zeilen:
„Mein lieber Sohn, ich bin ſeit geſtern Abend unter dem Namen Dubreuil in Paris. Mein erſter Be⸗ ſuch war Dir beſtimmt: man ſagt mir. Du ſeiſt noch nicht zurückgekommen, man habe Dir jedoch meinen erſten Brief zugeſchickt, und Du könneſt folglich nicht ſäumen. Kämeſt Du heute Nacht oder morgen früh⸗ ſo finde Dich um Mittag in der Himmelfahrts⸗Kirche, beim dritten Pfeiler, wenn man links eintritt, ein.“
Keine Unterſchrift; doch für Dominique war die fieberhafte Handſchrift ſeines Vaters wohl erkennbar. Ueberdies rechtfertigte ſeine Flucht in Folge des Com⸗ plottes vom Jahre 1820 dieſe Vorſichtsmaßregel; er befürchtete vhne Zweifel beunruhigt zu werden, und der Leſer weiß ſchon,— Dank ſei es der Unterredung von Herrn Jackal und von Gibaſſier,— daß dieſe Be⸗ fürchtungen nicht ganz illuſoriſch waren.
„Armer Vater,“ murmelte der Abbé, während er in ſeine Wohnung hinaufging,— denn da das Rendez⸗ vous erſt für Mittag war, ſo hatte er noch eine Stunde zu warten;—„armer Vater, gutes, efſce Herz, das Alter iſt über Dein Haupt hingegangen, ohne einen Schlag Deines Pulſes, einen edlen Gedanken Deines Geiſtes wegzunehmen. Du kommſt nach Paris zurück, mitten unter die Gefahren, die Du kennſt, und unter die, welche Du nicht kennſt, um ein neues, hochherziges Unternehmen zu wagen. Gott gewähre Dir den Lohn


