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CXLVIII. Das Portrait des heiligen Hyacinth.
Die Rue du Pot⸗de⸗Fer, parallel mit der Rue Férou und der Rue Caſſette, war eine der düſterſten Straßen des Faubourg Saint⸗Germain in der Zeit, in welcher ſich die Ereigniſſe zutrugen, die wir erzählen. Das Gras wuchs darin in den Zwiſchenräumen der Pflaſterſteine, mit der Ueppigkeit, deren Urſache die Seltenheit der Vorübergehenden hinreichend erklärt. Man hätte glauben ſollen, es ſei das Gehäge eines Pfarrhauſes, oder der Eingang eines Dorffriedhofes, ſo ſehr flößte dieſe Straße tiefe Ruhe und ſtille Me⸗ lancholie ein.
War ſie aber düſter auf der Seite der Rue du Vieux⸗Colombier, wo ſie beginnt, ſo war ſie dagegen ziemlich hell auf der Seite der Rue de Vaugirard, wo ſie endigt. Auf dieſem Punkte gegen den Luxembourg mündend, empfing ſie alle Strahlen, mit denen die Sonne den Garten des Palaſtes der Medici übergießt; und für einen Gelehrten, für einen Philoſophen oder für einen Dichter war in dieſer ſtillen, grünen Straße wohnen ein Zaubertraum.
Hier wohnte, wie wir ſchon geſagt zu haben glau⸗ ben, Fra Dominico Sarranti; er hatte den zweiten Stock eines dem Hotel der Grafen von Coſſé⸗Briſſac gegenüber liegenden Hauſes inne. Die drei Zimmer, welche ſeine Wohnung bildeten, waren gleichförmig mit Oel, wie die Wände einer Zelle, im Tone der weißen Wolle ſeiner Robe angemalt. Sieben bis acht Bilder von ſpaniſchen Meiſtern, eine Skizze von Leſueur und eine Skizze von Dominichinv offenbarten hinreichend den künſtleriſchen Geſchmack des Miethsmannes.
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