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Du haſt mich getäuſcht, doch Du täuſchſt Dich ſelbſt: Du biſt nicht ſo ſtark, als Du glaubteſt!“ „Ich habe mich auf den Schmerz vorbereitet, und
nicht auf die Freude. Ich wäre gegen den Schmerz
ſtark geweſen, ich war ſchwach gegen die Freude.“
„Arme Freundin!“
Carmelite drückte krampfhaft die Hände von Fragola.
„Nicht wahr, er hat geſagt, er werde wiederkom⸗ men?“
„Wann?“
„Was denn?“
„Damit Du geduldig ſeine Wiederkehr erwar⸗ teſ „Nun?“
„Hat er mir etwas für Dich zurückgelaſſen.“ Diesmal rückte Fragola, wie man ſieht, nur Schritt für Schritt vor. Sie befürchtete eine zweite Kriſe, welche bei dem Zuſtande der Schwäche von Car⸗ melite ernſter werden konnte, als die erſte.
„Etwas für mich?“ rief Carmelite.„Oh! ſo gib geſchwinde!“
„Warte ein wenig,“ erwiederte Fragola, indem ſie ihren Arm um den Hals von Carmelite ſchlang, ſie an ſich zog und küßte.
„Warum warten, Fragola?“
„Ei!“ ſagte das Mädchen,„weil„.
Sie zögerte.
„Weil.2“ wiederholte Carmelite.
„Weil es ein Glück iſt, und ich Dich darauf vor⸗ bereiten will.“
„Mein Gott! Du machſt mich ſterben.“
„Um Dich beſſer aufleben zu machen, theure Schweſter.“
„Sprich, ſprich ſchnell, ich will es! was hat Dir der gute Dominique für mich hinterlaſſen?“


