Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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Bei dieſen Worten bedeckten ſich die Wangen von Carmelite mit einer ſolchen Bläſſe, daß Fragola, welche ſtand, vor ihr auf die Kniee fiel, ihre Hände in den ihrigen drückte und zu ihr ſagte:

5Meine Schweſter, erinnere Dich Deines Verſpre⸗ ens. Vom Schloſſe Penhoöl, murmelte Carmelite; alſo haben Sie den Grafen geſehen?

Ja, meine Schweſter.

Hh! unglücklicher, unglücklicher Vater! rief Car⸗ melite, denn ſie begriff wohl, es habe für ein anderes Herz einen Schmerz ſo groß als der ihrige, wenn nicht noch größer, geben müſſen.

Der Prieſter errieth Alles, was in der Seele des Mädchens vor ſich ging, und welchen Bangigkeiten dieſe Seele preisgegeben ſein mußte.

Der Graf von Penhvöl, ſagte er,iſt ein wür⸗ diger und edler Vater. Er beklagt Sie, meine Schwe⸗ ſter, und ich bringe Ihnen ſeinen Segen.

Carmelite ſtieß einen Schrei aus; ſie hatte Kraft genug, um aufzuſtehen, und auf ihre Kniee gleitend, befand ſie ſich zu den Füßen des Abbé Dominigque.

Ah! mein Vater! mein Vater! ſprach ſie in Thränen zerfließend,er hat mich alſo nicht ver⸗ flucht

Sie konnte nicht mehr ſagen: ihre Augen ſchloßen ſich, ihr Geſicht wurde weiß wie Alabaſter, ihre Arme

ſtreckten ſich auf die Kiſſen des Lehnſtuhls aus, ſie ließ.

ihren Kopf auf ihre Arme ſinken, und mit einem Seuf⸗ zer, der wie der letzte klang, ſchien das Leben aus die⸗ ler ſchwachen Hülle zu entfliehen.

Mein Gott! ſprach mit frommem Tone der Mönch, als er das lebloſe Geſicht des Mädchens ſah,willſt Du aus Deinem Diener einen neuen Todesboten machen?

Fragola hatte bei der Hand alle Salze, deren ſie ſich bei ſolchen Umſtänden bediente, denn die Ohnmach⸗ ten von Carmelite waren häufig. Sie ließ ſie Salze

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