Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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kalten Schweiße. Sie preßte krampfhaft die Hand von Fragola.

Nun, fragte ſie,was ſagte ich Dir?

Erhole Dich, Carmelite, erwiederte Fragola, indem ſie ihr mit ihrem Taſchentuche über die Stirne ſtrich;erhole Dich, meine Schweſter. Wirſt Du ſo wiedergeboren? Du erbleichſt beim erſten Kampfe; und welche ſüßere Prüfung konnte Dich die Vorſehung er⸗ dulden laſſen, als die, daß ſie Dir dieſen Freund der Vergangenheit ſandte?

Du haſt Recht, Fragola, ſprach Carmelite;doch ſchau mich nun an: ich bin ſtark.

Sodann ſich gegen ihre Kammerfrau umwendend:

Laſſen Sie Herrn Dominigque eintreten.

Der Abbé trat ein.

Es wäre ein herrliches Bild für einen Maler zu machen geweſen, der den Ausdruck dieſer drei Geſtalten hätte erfaſſen können: das Bild des Prieſters auf der Thürſchwelle, wie er zum Zeichen des Segens die Hand über dieſe zwei Mädchen ausſtreckte, welche einander im Arme hatten.

Seien Sie gegrüßt, meine Schweſtern! ſagte der Mönch, indem er ſich an die zwei Mädchen wandte, dabei ſich aber ganz beſonders vor Carmelite mit der Ehrfurcht verbeugte, die man für eine Witwe hat.

Die zwei Mädchen grüßten ebenfalls, Fragola, in⸗ dem ſie aufſtand, Carmelite, indem ſie den Kopf neigte, denn ihr armer Körper war ſo ſchwach, daß ſie nicht i denken durfte, ſich vor einigen Tagen aufrecht zu

alten.

Fragola rückte einen Lehnſtuhl gegen den Abbé.

Er dankte Fragola mit dem Kopfe nickend, ſtützte nur eine von ſeinen Händen auf die Lehne, ohne ſich zu ſetzen, und ſprach:

Meine Schweſtern, ich komme von einer langen und ſchmerzlichen Pilgerfahrt: ich kehre vom Schloſſe Penhoél zurück.