Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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dieſe große Künſtlerin werden, Fragola. Man ſagt, es bedürfe oft eines großen Schmerzes, um ein großes Genie zu machen: an großen Schmerzen hat es mir nicht gefehlt. Gott ſei Dank; ſein Wille geſchehe! Ich werde von der Kunſt ihre geheimnißvollen und erhabe⸗ nen Tröſtungen verlangen. Bekümmere Dich alſo nicht mehr um mein Leben, theure Schweſter meiner Seele! Ich werde an Dich denken, und ich werde ſtark ſein; ich werde an ihn denken, und ich werde gryß ſein.

Gut, Carmelite! erwiederte Fragola,und ſei überzeugt, daß Dir Gott einſt den Ruhm bewilligen wird, wenn nicht das Glück!

In dem Augenblicke, wo Fragola dieſe Worte voll⸗ endete, hörte man an der Thüre klingeln.

Bei dieſem Geräuſche, das indeſſen durchaus nichts Beunruhigendes hatte, vermehrte ſich die Bläſſe von Carmelite dergeſtalt, daß Fragola im Glauben, ihre Freundin ſei im Begriffe, in Ohnmacht zu fallen, einen Schmerzensſchrei ausſtieß.

Was haſt Du denn? fragte ſie.

Ich weiß es nicht, erwiederte Carmelite,doch es bati eine ſeltſame Empfindung ergriffen.

Im Herzen.

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Höre, entweder werde ich wahnſinnig, oder die Perſon, welche geklingelt hat, bringt mir Rachrichten von Colombau.

Die Kammerjungfer von Carmelite trat ein.

Will Madame einen Prieſter empfangen, der von Bretagne kommt?

Der Abbé Dominique! rief Carmelite.

In der That, Madame, er iſt es; nur hatte er mir verboten, ſeinen Namen zu ſagen, aus Furcht, dieſer Name könnte einen zu peinlichen Eindruck auf Madame machen.

Die Stirne von Carmelite bedeckte ſich mit einem

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