Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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von Camille, das lange Warten von Carmelite, die Liebe der zwei jungen Leute während dieſer Abweſen⸗ heit, den die Rückkehr des Creolen ankündigenden Brief, und endlich die entſetzliche Kataſtrophe, bei der der Eine unterlag und die Andere fortlebte.

Der Graf hörte dieſe ganze Erzählung unbeweg⸗ lich, die Hände gekreuzt, den Kopf zurückgelehnt, die Augen auf den Plafond geheftet. Zuweilen durchfurchte eine ſtille, verborgene Thräne die Wangen des Greiſes.

Als Dominique geendigt hatte, rief er:

Sie wären ſo glücklich bei mir in dieſem alten Thurme von Penhvöl geweſen!

Dann fügte er mit einem Seufzer bei:

Und ich, ich wäre ſo glücklich bei ihnen geweſen!

Herr Graf, ſagte Dominique, als er den Greis in dieſer Stimmung des Geiſtes oder vielmehr des Herzens ſah,werde ich der unglücklichen Carmelite nicht die Verzeihung des Vaters von Colombau brin⸗ gen?

Der Graf bebte und ſchien einen Augenblick zu zögern.

Dann ſprach er mit einem unbeſchreiblichen Aus⸗ drucke des Gebetes, die Hände zum Himmel erhebend:

Gott vergebe dieſem Mädchen, wie ich ihm ver⸗ e Nachdem er dieſe Worte geſprochen, ſtand er auf und ging mit dem feſten, regelmäßigen Schritte, der bei ihm Gewohnheit war, auf ſeinen Secretär zu.

Das Zimmer, in welchem eine einzige Lampe, die dem Erlöſchen nahe, brannte, war dunkel. Er tappte

einen Augenblick herum, um den Schlüſſel zu finden,

fand ihn, ſchlug die Klappe des Secretärs nieder, öff⸗ nete eine Schublade und ſteckte die Hand hinein mit der Sicherheit eines Mannes, welcher weiß, wo er auf den erſten Griff finden muß, was er ſucht.

Er zog ein mit Seidenpapier umwickeltes Päckchen heraus.

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