Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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Briefwechſel zu eröffnen, welcher eben ſo koſtbar für den Vater als für den Freund ſein ſollte.

Sie ſprachen ſo mit einander bis tief in die Nacht hinein, ohne nach der Stunde zu ſchauen und ohne ſich darum zu bekümmern.

Dominique erzählte aufs Neue und wohl zum zehn⸗ ten Male dem Grafen von Penhoöl, unter welchen Umſtänden er ſeinen Sohn hatte kennen lernen. Er gab ihm eine ins Einzelne gehende Mittheilung der ge⸗ ringſten Vorfälle ſeines Lebens in Paris; ſodann, als er vom Grafen immer gedrängt, weiter zu gehen, zur Hauptſache vom Tode des jungen Mannes kam, hielt er zögernd inne.

Fahren Sie fort, ſagte der Graf.

Doch mit dem Vater von dieſer Frau ſprechen, die den Tod ſeines Sohnes verurſacht hatte, das war ein Gegenſtand, den er bis dahin noch nicht in Angriff ge⸗ nommenz es wäre ſogar, ſollte dieſer Vater es fordern, eine furchtbare Pflicht, die er zu erfüllen hätte. Es war alſo ganz natürlich, daß das Wort auf den Lip⸗ pen von Dominique ſtillſtand.

Fahren Sie fort, wiederholte der Graf mit Fe⸗ ſtigkeit.

Sie wollen, daß ich von ihr rede? fragte der Prieſter.

Ja!.. Wer iſt das Mädchen, das er liebte?

Eine Heilige, ſo lange er gelebt hat, eine Mär⸗ tyrerin, ſeitdem er todt iſt!

Sie haben ſie gekannt, mein Freund?

Wie ich Colombau gekannt haite.

Und nun erzählte er ihm die Pietät von Carme⸗ lite für ihre Mutter; wie, als die Mutter ohne Beichte geſtorben, man ihn geholt habe, damit man ſie nicht ohne Gebete begrabe; wie Colombau Carmelite bei die⸗ ſer Todtenwache habe kennen lernen. Dann erzählte er die Ankunft von Camille, das Leben der drei Freunde, die Abreiſe von Colombau, ſeine Rückkehr, die Abreiſe